Jascha Wendelstein
Hornhaut-Lasern · Zürich

Augen lasern — die Methoden, verständlich erklärt.

Mit dem Hornhaut-Laser lassen sich Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung korrigieren, um im Alltag unabhängiger von Brille und Kontaktlinsen zu werden. Dafür gibt es mehrere Verfahren, keines ist pauschal „das Beste". Welches zu Ihnen passt, hängt von Ihrer Hornhaut, Ihrer Fehlsichtigkeit und Ihrem Alltag ab. Das klären wir gemeinsam.

Die Verfahren im Überblick

Die Methoden unterscheiden sich vor allem darin, wie der Zugang zur Hornhaut erfolgt und wie das Gewebe modelliert wird. Jede hat ein eigenes Profil, mit Stärken und mit Kompromissen.

Schematische Darstellung der PRK/transPRK: das Epithel ist zentral entfernt, der Laser modelliert die Hornhautoberfläche.

Oberflächenbehandlung: PRK / transPRK

Die Hornhaut wird direkt an der Oberfläche modelliert, ohne einen Flap (Hornhautdeckel) anzulegen. Bei der transPRK übernimmt der Laser dabei auch das Abtragen der obersten Zellschicht berührungsfrei.

Profil: kommt ohne Flap aus und lässt die tieferen Schichten der Hornhaut unberührt, eine Option, wenn die Hornhaut dünner oder grenzwertig ist oder bestimmte Risiko- bzw. Berufsprofile dafür sprechen. Im Gegenzug heilt die Oberfläche über einige Tage, in denen das Sehen verschwommen und das Auge gereizt sein kann.

Schematische Darstellung der Femto-LASIK: ein dünner Hornhautdeckel (Flap) ist zurückgeklappt, darunter modelliert der Laser die Hornhaut.

Femto-LASIK: Flap + Excimer-Laser

Ein Femtosekundenlaser legt zunächst einen dünnen, klappbaren Hornhautdeckel (Flap) an. Darunter modelliert ein Excimer-Laser die Hornhaut; anschließend wird der Flap zurückgeklappt.

Profil: meist rasche Seherholung und geringe Beschwerden nach dem Eingriff, breit einsetzbar und bei Bedarf gut nachkorrigierbar. Voraussetzung ist eine ausreichende Hornhautdicke; der Flap ist ein eigener Faktor, den wir in der Eignungsprüfung berücksichtigen.

Schematische Darstellung der Lentikelextraktion: ein im Stroma vorgeschnittenes Gewebescheibchen (Lentikel) wird durch einen kleinen Schnitt entnommen.

Lentikelextraktion (SMILE / CLEAR / KLEX)

Ein Femtosekundenlaser formt im Inneren der Hornhaut ein feines Gewebescheibchen (Lentikel), das durch einen kleinen Schnitt entnommen wird, ohne Flap.

Profil: flapfrei und mit kleinem Zugang. Das Behandlungsspektrum und die Art, wie eine eventuelle spätere Nachkorrektur erfolgt, unterscheiden sich von der LASIK. Was das konkret für Sie bedeutet, hängt von Ihren Messwerten ab.

Schematische Darstellungen, nicht maßstabsgetreu.

Wie wird die Behandlung geplant?

Nicht nur das Verfahren zählt, sondern auch das Abtragungsprofil, also wie der Laser die Hornhaut im Detail modelliert. Je nach Befund wähle ich:

Wavefront-optimiert, ein bewährtes Standardprofil, das die natürliche Form der Hornhaut berücksichtigt.
Topographie-geführt, orientiert an einer genauen Vermessung Ihrer Hornhautoberfläche, sinnvoll etwa bei unregelmäßiger Hornhaut.
Wavefront-geführt, orientiert an den individuellen optischen Abbildungsfehlern Ihres Auges.

Welches Profil passt, ergibt sich aus Ihrer Diagnostik, nicht aus einer pauschalen Vorgabe.

Linse statt Laser? Hornhaut-Laser und ICL lösen dieselbe Aufgabe auf zwei Wegen, der eine an der Hornhaut, der andere mit einer Linse im Auge. Welcher passt, hängt von Hornhaut, Fehlsichtigkeit und Alltag ab.

→ Zur ICL (implantierbare Kontaktlinse)

Und beim grauen Star? — Laser in der Linsenchirurgie (FLACS)

Auch bei der Katarakt-Operation kann ein Femtosekundenlaser einzelne Schritte übernehmen (FLACS). Weil das eine Frage der Grauer-Star-OP ist, habe ich es dort ausführlich und ehrlich eingeordnet: → FLACS beim grauen Star.

Wenn das Ergebnis nicht ganz sitzt — Feinkorrektur nach Linsen-OP

Eine präzise Berechnung zielt darauf, das Sehen nach der Linsen-OP punktgenau zu treffen. Das Auge ist aber Biologie, und in manchen Fällen bleibt eine kleine Restfehlsichtigkeit. Das ist kein Problem ohne Ausweg: Sie lässt sich nachträglich feinkorrigieren, per Hornhaut-Laser oder mit einer zusätzlichen, ergänzenden Linse (Add-on-Linse). Welcher Weg passt, hängt von Ihrem Auge und der Art der Abweichung ab; auch das gehört für mich dazu, gemeinsam zum gewünschten Ergebnis zu kommen.

Therapeutisches Lasern (PTK) — nicht zur Korrektur, sondern zur Oberfläche

Nicht jede Laserbehandlung dient der Brille. Bei bestimmten Erkrankungen der Hornhautoberfläche lässt sich der Laser therapeutisch einsetzen (phototherapeutische Keratektomie, PTK), etwa bei einer Epithel-Basalmembran-Dystrophie (Landkartendystrophie, EBMD), bei wiederkehrenden Erosionen (rezidivierende Erosio) oder bei oberflächlichen Hornhautnarben. Ziel ist eine glattere, stabilere Hornhautoberfläche und weniger Beschwerden, nicht die Korrektur einer Fehlsichtigkeit. Ob PTK in Ihrem Fall sinnvoll ist, klärt die Untersuchung.

Welche Methode passt zu mir?

Die ehrliche Antwort: Das entscheidet nicht das Verfahren, sondern Ihr Auge. Hornhautdicke und -form, die Stärke Ihrer Fehlsichtigkeit, Ihre Augenoberfläche und Ihre Seh-Prioritäten im Alltag bestimmen, was sinnvoll ist, und ob Lasern überhaupt der richtige Weg ist oder eine linsenbasierte Lösung wie die ICL oder eine Linsen-OP besser passt. Genau das prüfen wir gemeinsam in der Sprechstunde.

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Allgemeine Informationen, sie ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung. Bitte geben Sie in der E-Mail keine sensiblen Gesundheitsdaten an.

Für Zuweiser und Fachkolleginnen und -kollegen

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Ziemer Z8 neo (Femtosekundenlaser: Flap, Lentikelextraktion) · SCHWIND AMARIS 1050 (Excimer)
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Wavefront-optimiert · Topographie-geführt · Wavefront-geführt

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